Zielorientierte Pflegeplanung
präventiv   rehabilitativ   kompensativ   palliativ

 

"Wenn man nicht weiß, in welchen Hafen man segeln will, ist kein Wind der richtige."

 (Seneca)

Warum eine zielorientierte Pflegeplanung?

Mit der zielorientierten Pflegeplanung soll ein System (Taxonomie) angeboten werden, dass eine eindeutige und trennscharfe Einordnung von Pflegeziele, -probleme und -maßnahme ermöglicht. Dadurch wird pflegerisches Handeln transparent, dokumentier-, strukturier- und somit überprüfbar (evaluativ).

Die Zielorientierung bezieht sich auf die Frage: Was soll durch die Pflegemaßnahmen erreicht werden?

    1. präventiv              Risikofaktoren reduzieren

    2. rehabilitativ         Fähigkeiten fördern

    3. kompensativ          Defizite ausgleichen

    4. palliativ                Leiden lindern

    5. kurativ*                Krankheit heilen

Mit dem Ziel die individuelle Lebensqualität des zu Pflegenden zu erhalten bzw. zu verbessern!

Aus Gründen der Übersichtlichkeit und einer praxisnahen Verwendbarkeit wurde hier auf die Nennung der entsprechenden Pflegeprobleme verzichtet, da diese anhand der jeweiligen Ziele abgeleitet werden können.

 

Der erste Satz (Z.) nennt ein Ziel, dass durch die angebotenen Listen konkretisiert werden kann.

Im zweiten Satz (M.) werden, unter Berücksichtigung der jeweiligen Patientenressourcen (siehe Ressourcengruppen), geeignete **Maßnahmen angeboten.

Die auf den folgenden Seiten dargestellten Beispiele (zur Zeit 47) sollen zur Diskussion anregen. 

Ihre Kritik interessiert mich sehr! 

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* kurativ

Hier werden keine kurativen Maßnahmen (Diagnostik, Therapie und Überwachung) beschrieben, da in Deutschland dieser Bereich der Medizin vorbehalten ist. Die Pflegenden assistiert (nach ärztlicher Anordnung) bei der Diagnostik, Therapie und Überwachung und übernehmen für die geleisteten Maßnahmen (die dokumentiert werden) die Durchführungsverantwortung. Die Planung und Kontrolle dieser Maßnahmen liegt jedoch ausschließlich in ärztlicher Verantwortung. Darum sollte, um die Übersichtlichkeit zu verbessern und den Arbeitsaufwand zu reduzieren, auf eine zusätzliche Erwähnung dieser Tätigkeiten in einer Pflegeplanung verzichtet werden.

**Maßnahmen

Die erwähnten Maßnahmen sind aus der Pflegefachliteratur entnommen. Einigen Maßnahmen bedürfen noch einer empirischen Überprüfung.

Ressourcengruppen (angelehnt an Orem und erweitert)

1.   Hinweisen auf externe und interne Ressourcen

Frau/Herr X ist in der Lage das erforderliche Wissen und die Fertigkeit für ihre/seine kontinuierliche und effektive Selbstpflege zu erlernen (unterrichten und beraten).

2.   Organisieren von externen Ressourcen

Unter Berücksichtigung unterstützender Hilfsmittel ist Frau/Herr X in der Lage sich selbst zu pflegen (eine entwicklungsunterstützende Umgebung schaffen).

3.   Beaufsichtigen bei der aktiven Nutzung der internen und externen Ressourcen

Frau/Herr X ist in der Lage unter Beaufsichtigung sich ohne Selbstgefährdung zu pflegen (beaufsichtigen und schützen).

4.   Anregen zur aktiven Nutzung der internen und externen Ressourcen

Frau/Herr X ist in der Lage unter kontinuierlicher Anleitung sich selbst zu pflegen (führen und leiten).

5.   Unterstützen bei der Nutzung der internen und externen Ressourcen

Frau/Herr X ist in der Lage mit physischer Unterstützung sich selbst zu pflegen (physische Unterstützung).

6.   Übernehmen, da keine Ressourcen in Bezug auf das Problem

Frau/Herr X ist nicht in der Lage sich selbst zu pflegen (anstelle des Patienten tätig werden/Übernahme).

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Post an   Holm Schwanke   © 2004-2009