Zielorientierte Pflegeplanung

präventiv   rehabilitativ   kompensativ

 

"Wenn man nicht weiß, in welchen Hafen man segeln will, ist kein Wind der Richtige."

 (Seneca)

Die Pflege hat das Ziel die individuelle Autonomie des zu Pflegenden zu erhalten bzw. wieder zu erlangen.

 

Dies geschieht dadurch,

dass Defizite, welche die individuelle Autonomie des zu Pflegenden beeinträchtigen, ausgeglichen werden - Kompensative Pflegeziele,

dass Fähigkeiten, welche die individuelle Autonomie des zu Pflegenden erhalten, erlernt werden - Rehabilitative Pflegeziele

dass Risikofaktoren, welche die individuelle Autonomie des zu Pflegenden gefährden, reduziert werden - Präventive Pflegeziele,

Die Pflegeziele orientieren sich an sechs Ressourcengruppen.

Aus Gründen der Übersichtlichkeit wird auf den weiteren Seiten auf die Nennung der entsprechenden Pflegeprobleme und -maßnahmen verzichtet, da diese anhand des jeweiligen Zieles abgeleitet werden können. Unter dem Link - Pflegeprobleme - werden Formulierungsvorschläge angeboten.

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Ressourcengruppen (angelehnt an Orem und erweitert)

1.   Hinweisen auf externe und interne Ressourcen (S)

Frau / Herr XY ist in der Lage das erforderliche Wissen und die Fertigkeit für ihre/seine kontinuierliche und effektive Selbstpflege zu erlernen (Schulen/unterrichten und beraten).

2.   Organisieren von externen Ressourcen (H)

Unter Berücksichtigung unterstützender Hilfsmittel ist Frau / Herr XY in der Lage sich selbst zu pflegen (Hilfsmittel bereitstellen/eine entwicklungsunterstützende Umgebung schaffen).

3.   Beaufsichtigen bei der aktiven Nutzung der internen und externen Ressourcen (B)

Frau / Herr XY ist in der Lage unter Beaufsichtigung sich ohne Selbstgefährdung zu pflegen (Beaufsichtigen und schützen).

4.   Anregen zur aktiven Nutzung der internen und externen Ressourcen (A)

Frau / Herr XY ist in der Lage unter kontinuierlicher Anleitung sich selbst zu pflegen (Anleiten und führen).

5.   Unterstützen bei der Nutzung der internen und externen Ressourcen (TÜ)

Frau / Herr XY ist in der Lage mit physischer Unterstützung sich selbst zu pflegen (physische Unterstützung/Teilweise Übernahme).

6.   Übernehmen, da keine Ressourcen in Bezug auf das Problem (VÜ)

Frau / Herr XY ist nicht in der Lage sich selbst zu pflegen (anstelle des Patienten tätig werden/Vollständige Übernahme).

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Pflegeprobleme (anhand der PESR-Struktur)

P: Frau XY hat ein Selbstpflegedefizit bei …

- der Ausscheidung,

- der Nahrungsaufnahme,

- der Körperpflege,

- der Mundpflege,

- der Haarpflege,

- der Zahn /-prothesenpflege,

- dem An- und Auskleiden,

u.s.w.

 

E: ... aufgrund von …

- eine hochgradigen Einschränkung der Sehfähigkeit,

- einer erheblichen Einschränkung der Grob- und Feinmotorik,

- einer starken Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit,

- einer starken Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit,

u.s.w.

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S: ... diese ist angezeigt dadurch, dass Frau XY …

- Gegenstände nicht optisch unterscheiden kann.

- Gegenstände nicht erkennen kann.

- Gegenstände nicht adäquat halten und führen kann.

- zu schwach ist Handlungen zu Ende zuführen.

- schnell Atemnot bekommt (weitere Symptome der Überbelastung: Schwindelig wird, Schmerzen bekommt).

- Anzeichen von Realitätsverlust, Uneinsichtigkeit, selbstgefährdendes Verhalten zeigt.

u.s.w.

 

R: Ressourcen entsprechend den geplanten Maßnahmen.

Beispiel: Maßnahme: 1 x tägl. Anleitung zur Oberkörperpflege am Waschbecken.

Ressource: Frau XY kann ihren Oberkörper unter Anleitung selbst pflegen.

Post an   Holm Schwanke   © 2004-2009